Historisches & Aktuelles

Wer seine Wurzeln kennt, kann die Gegenwart gestalten.
Deshalb haben wir ein wenig recherchiert und diese Informationen über unsere Entstehungsgeschichte herausbekommen.

Außerdem werden in absehbarer Zeit Berichte und Fotos über Aktivitäten und Veranstaltungen veröffentlicht.

Von den Anfängen in Genthin bis in die Gegenwart

Die Geschichte der Adventgemeinde in Genthin lässt sich bis in die Nachkriegsjahre zurückverfolgen. Aus Flüchtlingen und Vertriebenen bildete sich 1947 eine Gruppe adventgläubiger Christen. Sie trafen sich zunächst in den Wohnungen der Gläubigen. Das Interesse wuchs und die Gruppe verzeichnete Anfang 1948 schon 19 Mitglieder. Inzwischen stand durch  die politischen Gegebenheiten einer Gemeindegründung nichts mehr im Wege. Am 20. März 1948 wurde die Genthiner Adventgemeinde in der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (heute: „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten“) gegründet. Versammlungsort war ein angemieteter Raum in der damaligen Gaststätte „Deutsches Haus“  am Marktplatz.

In den folgenden Jahren wechselte der Versammlungsort und somit auch der Lebensmittelpunkt der Gemeinde noch einige Male.  Mitte 1950 traf man sich in der ersten Etage einer Altenplathower Gaststätte, 1957 wurde ein Raum in der Christuskirche genutzt.

Die Besucherzahlen in der  Genthiner  Adventgemeinde zeugten  trotz des Ortswechsels von großem Interesse. Immer wieder gab es Taufen. Dem standen aber Wegzüge und Sterbefälle entgegen.  Dem Engagement und der Beharrlichkeit der übergeordneten Vereinigungsleitung ist es zu verdanken, dass Genthin in die Praktika der Theologiestudenten der Theologischen Hochschule Friedensau einbezogen wurde. 

Gleichzeitig bemühte man sich,  für die Gemeinde und deren Bedeutsamkeit für Genthin eine dringend nötige Räumlichkeit käuflich zu erwerben. Seit 1981 steht dafür das Gebäude in der Brandenburger Straße 77 zur Verfügung. Man begann mit einer sehr erfolgreichen Jugend- und Kinderarbeit. Parallel dazu musste das Gebäude den Anforderungen in baulicher Hinsicht angepasst werden. Neben dem Engagement aus Friedensau gab es auch immer wieder Hilfe aus den benachbarten Ortsgemeinden und deren Pastoren. Des Weiteren wurde ein Aufruf in der Gemeindeeigenen Zeitung gestartet, um eine junge Familie für die Wohnung in diesem Haus und für die Aktivitäten in der Adventgemeinde Genthin zu gewinnen. Ende August 1981 zog eine Familie aus dem Erzgebirge mit ihren zwei Kindern ein.

Durch den Zukauf eines Nachbargrundstückes konnte das Areal der Gemeinde erweitert werden. Nach Abrissarbeiten und Umbau war nun auch eine Torzufahrt für  Autos  vorhanden. Im Jahr 1986 konnten die Baumaßnahmen abgeschlossen werden und es fand eine feierliche Eröffnung statt. Die optimalen äußeren Bedingungen boten sich förmlich an, künftig hochwertige Seminare und Vortragsreihen für die Bevölkerung und am Glauben Interessierte anzubieten. Dadurch wurden auch einige neue Mitglieder gewonnen. Allerdings gab es auch weiterhin Abgänge zu beklagen, so dass die Gemeinde kein wirkliches Wachstum verzeichnen konnte.

Anfang der 90 iger Jahre wurde eine Pfadfindergruppe gegründet. Mit viel Einsatz unterstützte ein Ehepaar aus Darmstadt, die Gemeindearbeit in Genthin. Während in den 80 iger Jahren die so genannte „Teestube“ viele Gäste in die Gemeinde brachte, führte man in den 90 igern  für Jugendliche „Lords Party“ ein. Es gab auch eine Initiative der Flüchtlingshilfe, die zweimal mit dem „Landespreis für vorbildliche Integrationsarbeit“ ausgezeichnet wurde. Ab 1994 wurde sogar durch die Behörden eine bezahlte Stelle für Kinder- und Jugendarbeit sowie eine Mitarbeiterin über ABM genehmigt. Wegen gekürzter Zuschüsse musste diese Arbeit 2003 eingestellt werden.

Bis heute bestehen ökumenische Kontakte zu den Kirchen in Genthin. Seit 2011 wirkt die Adventgemeinde am Genthiner Frühstückstreffen für Frauen mit. Nach wie vor gibt es  kreative Ideen, die umgesetzt wurden, z.B. die Folgeveranstaltung von „Lords Party, die sich „Haltepunkt“ nennt. So wirkt die Adventgemeinde Genthin, um Menschen in und um Genthin mit der Botschaft von Jesus Christus bekannt zu machen und den Menschen in der  Region zu helfen.

Genthin 2019